PROFESSUR FÜR TRAGWERKSENTWURF
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Architektur des Untergrundes
Die Baustoffe Grund und Licht

Metro, Lyon station de métro Parilly (Lyon) - Bild aus: Jourda & Perraudin, Liège, 1993, S. 152

Sa 19.03. – Sa 26.03. | 12-15 Teilnehmende
Kostenrahmen C (mit GA), Kostenrahmen D (mit Halbtax oder ohne Vergünstigung)


Impressionen Objekte | Impressionen Workshop | Poster

„Der Lebensraum unter der Erde muss erst erschlossen, geschaffen werden [...]. Man ist in diesem Raum völlig abhängig von dem Willen derer, die ihn geschaffen haben.“ Boris Groys

Unterirdische Räume entziehen sich meist unserer bewussten Wahrnehmung. In unserem Alltag sind dies jedoch Orte, in denen wir uns oft und lange aufhalten. Die Abhängigkeit dieser Bauaufgaben vom Baugrund und dem Darüber engt die Möglichkeiten des architektonischen Entwurfes ein, wohingegen das Fehlen einer Fassade die Chance bietet, einfach nur Raum zu gestalten. Dieses Spannungsfeld zwischen der physikalischen Notwendigkeit und dem Willen Architektur zu schaffen und gleichzeitig die Fragestellungen der Lichtführung und damit des Überganges von natürlicher zu künstlicher Beleuchtung steht im Fokus dieser Reise. Hierbei ist wichtig, dass der Baugrund und das Licht nicht als notwendige Übel, sondern vielmehr als Baustoffe verstanden werden, durch welche die Architektur entsteht.

In einem eintägigen Input werden wir uns eingehend mit der Thematik „Grundbau“ und mit den Tücken des unterirdischen Bauens beschäftigen. Zusammen mit Experten besuchen wir dazu einschlägige Bauten in Zürich. Anschliessend werden wir in einem 3-tägigen Workshop im Bergwerk Gonzen lernen, wie mit Licht Architektur geschaffen werden kann. Dazu werden wir unter verschiedenen Augenmerken Orte durch professionelle Lichtinstallationen, in Zusammenarbeit mit dem Lichtplaner G. Grünhage und dem Geoingenieur W. Fellmann, neu interpretieren. Von dort aus setzt sich unsere Reise über den Jura fort bis nach Lyon, der Stadt des Untergrundes und des Lichtes, deren Architektur wir zusammen mit unseren Experten - aufgrund der gewonnen Erkenntnisse - mit geschulten Augen ansehen werden.

Experten:
Walter Fellmann (dipl. Bauing. ETH)
Guido Grünhage (dipl. Ing. Masch.)
Priska Meier (dipl. Arch. ETH)

Besuche bei:
Schäublin Architekten, Perraudin architectes

Last modified 19.4.2012